Raschelndes Laub, frische Wildspuren und plötzlich ist er weg: Im Herbst wird der Spaziergang für viele Hundehalter zur Geduldsprobe. Ab Oktober beginnt in vielen Regionen Deutschlands die Saison der Drückjagden, und genau dann ist im Wald besonders viel Wild unterwegs. Für Hunde mit ausgeprägtem Jagdtrieb ist das eine große Versuchung. Ein GPS Tracker für den Hund kann in dieser Zeit den Unterschied machen. In diesem Artikel erfährst du, warum Hunde gerade im Herbst häufiger ausbüxen, was du im Ernstfall tun solltest und wie du deinen Vierbeiner vorbeugend schützt.
Warum der Jagdtrieb im Herbst stärker wird
Der Jagdtrieb ist tief in jedem Hund verankert, bei manchen Rassen stärker als bei anderen. Terrier, Dackel, Beagle, Jagdhunde und viele Mischlinge reagieren besonders schnell auf Bewegung und Gerüche. Im Herbst kommen mehrere Reize zusammen. Rehe und Wildschweine sind in der Dämmerung aktiver, die Tage werden kürzer und viele Spaziergänge finden im Halbdunkel statt. Dazu kommt das Laub, das Gerüche lange festhält.
Während einer Drückjagd wird Wild zusätzlich aufgescheucht und flieht oft quer über Wege und Felder. Ein Hund, der sonst zuverlässig hört, kann in diesem Moment alles um sich herum vergessen. Das ist kein Erziehungsfehler, sondern Instinkt. Umso wichtiger ist es, auf solche Situationen vorbereitet zu sein.
Die Gefahren einer Drückjagd für deinen Hund
Ein Hund, der während einer Jagd durch den Wald läuft, bringt sich selbst in Gefahr. Jäger rechnen nicht mit freilaufenden Hunden, und in der Hektik kann es zu gefährlichen Verwechslungen kommen. Auch Wildschweine können sich wehren und Hunde schwer verletzen. Hinzu kommt, dass ein Hund im Jagdmodus oft kilometerweit läuft und dabei stark befahrene Straßen überquert.
Viele Kommunen und Forstämter kündigen Drückjagden vorher an, zum Beispiel mit Schildern am Waldrand oder in der Lokalzeitung. Achte im Herbst bewusst auf solche Hinweise und meide die betroffenen Gebiete. Gerade in der Dämmerung lohnt es sich außerdem, deinen Hund mit einer Leuchtweste oder einem Leuchthalsband sichtbar zu machen.
So beugst du vor: Training und Ausrüstung
Die beste Vorbeugung ist ein solides Rückruftraining. Übe den Rückruf zuerst in reizarmer Umgebung und steigere die Ablenkung Schritt für Schritt. Belohne deinen Hund großzügig, wenn er kommt, auch wenn es lange gedauert hat. Eine Schleppleine von zehn bis fünfzehn Metern gibt ihm Freiheit, ohne dass du die Kontrolle verlierst. Im Herbst ist sie in wildreichen Gebieten oft die sicherste Wahl.
Zusätzlich hilft moderne Technik. Ein Hundetracker am Halsband zeigt dir in der App die genaue Position deines Hundes an, sobald er außer Sichtweite ist. Du musst also nicht mehr raten, in welche Richtung er gelaufen ist. Viele Tracker bieten außerdem einen virtuellen Zaun: Verlässt dein Hund einen festgelegten Bereich, bekommst du sofort eine Benachrichtigung auf dein Smartphone. Wie die Technik genau funktioniert, liest du in unserem Artikel Wie funktioniert ein GPS Tracker für Hunde?
Dein Hund ist weggelaufen: Was jetzt?
Wenn es doch passiert, ist Ruhe das Wichtigste. Laufen und Rufen in Panik treibt einen Hund im Jagdmodus eher weiter weg. Diese Schritte helfen dir:
- Bleib am Ausgangspunkt. Viele Hunde kehren zu der Stelle zurück, an der sie dich verloren haben. Lege ein getragenes Kleidungsstück dorthin, wenn du weitersuchen musst.
- Prüfe die Position. Mit einem GPS Tracker siehst du die genaue Position deines Hundes und kannst gezielt in seine Richtung gehen.
- Informiere andere. Sprich Förster, Jäger und Spaziergänger an. Bei einer laufenden Jagd solltest du die Jagdleitung informieren.
- Melde deinen Hund. Ist er gechippt und registriert, zum Beispiel bei TASSO, kann ein Finder ihn schneller zuordnen.
Rufe deinen Hund mit ruhiger, freundlicher Stimme und belohne ihn, wenn er zurückkommt. Schimpfen verknüpft er mit dem Zurückkommen, nicht mit dem Weglaufen.
Worauf du bei einem Tracker achten solltest
Nicht jeder GPS Tracker Hund eignet sich für den Einsatz im Wald. Achte auf GPS statt nur Bluetooth, denn Bluetooth funktioniert nur in kurzer Entfernung zu einem Smartphone. Wichtig sind außerdem ein robustes, wasserdichtes Gehäuse, eine Akkulaufzeit von mehreren Tagen und ein geringes Gewicht, damit dein Hund den Tracker kaum bemerkt. Eine sichere Befestigung am Halsband verhindert, dass er im Unterholz verloren geht.
Denke auch an die laufenden Kosten. Manche Anbieter binden dich mit einem langen Abo, andere lassen dich den Nutzungszeitraum selbst wählen. Rechne deshalb die Gesamtkosten für ein oder zwei Jahre aus, statt nur auf den Kaufpreis zu schauen. Und prüfe, ob der Tracker auch im Ausland funktioniert, falls du mit deinem Hund im Urlaub unterwegs bist.
Sicher durch die Jagdsaison
Mit Aufmerksamkeit, gutem Training und der richtigen Ausrüstung kannst du den Herbst mit deinem Hund entspannt genießen. Plane deine Runden bewusst, meide angekündigte Jagdgebiete und nutze die Schleppleine, wenn Wild in der Nähe ist. Ein zuverlässiger Hunde Tracker wie der Spotter gibt dir dabei zusätzliche Sicherheit: Er zeigt dir die präzise Position deines Hundes, damit du ihn schnell wiederfindest, falls der Jagdtrieb doch einmal stärker ist.